PARCSIDE medical center - Chirurgie, Orthopädie, Neurochirurgie, Phlebologie und Proktologie

Phlebologie (Venenheilkunde)

Phlebologie mit risikoloser Doppler- und Farbduplex-Ultraschall-Untersuchung und minimal invasiven OP-Methoden, ggf. auch nach CHIVA

Blickpunkt schöne und gesunde Beine

Sklerosierung (Verödung) von Besenreisern und kleinen Varizen

Behandlung der tiefen Beinvenenthrombose


Allgemeines zu Krampfadern
In den Venen fliesst das sauer- und nährstoffarme Blut Richtung Herz. Für den Transport benötigen die Venen die Wadenmuskulatur (durch die Kontraktion der Muskulatur wird der Blutstrom bei gesunden Klappen herzwärts gerichtet) und natürlich gesunde Venenklappen, die wie Ventile funktionieren. Schließen diese Ventile nicht mehr korrekt (insuffiziente Venenklappen), dann fliesst das Blut wieder Richtung Fuß und staut sich in der Vene, aber auch im Bein. Dies führt zu Schweregefühl, sichtbaren blauen Venenverdickungen, Hautschäden und ggf. auch offenen Beinen (Ulzera).
Was bedeutet CHIVA?
CHIVA heisst übersetzt ambulante blutflusskorrigierende Behandlung insuffizienter Venen. Die oberen Rückflusspunkte werden während des Eingriffes unterbunden und so der Blutstrom gerichtet. Hierbei ist die genaue Kenntnis des gesamten Venensystems erforderlich. Die entlasteten Venen bilden sich dann im Laufe der nächsten Wochen zurück.
Welche Vorbereitungen sind erforderlich?
Als einzige Voruntersuchung ist eine risikolose Farbultraschall-Untersuchung erforderlich. Eine Kontrastmitteldarstellung wird somit vermieden. Die Insuffizienzpunkte, d. h. Klappendefekte der Venen werden sorgfältig dokumentiert und präoperativ angezeichnet.
Was geschieht während des Eingriffs?
Der ambulante Eingriff findet in einer örtlichen Betäubung statt. An den markierten Stellen werden die Venen über Skalpelleinstiche unterbunden, kleine Wunden sind ggf. in der Leiste oder Kniekehle erforderlich. Der Eingriff schont das Gewebe. Blutergüsse sind minimal vorhanden und das postoperative Wohlbefinden ist garantiert. Anschließend wird ein Kompressionsstrumpf angezogen und die Bewegung steht im Vordergrund. Lediglich Leistungssport oder stundenlanges Sitzen sollen vermieden werden. Auf Heparinspritzen kann meist verzichtet werden. Die kleinen Narben verheilen sehr rasch. Das kosmetische Ergebnis benötigt bis zu 6 Wochen, da sich die Erweiterung der Venen erst zurückbildet.
Welche Risiken bestehen?
Die Risiken des Eingriffs sind seltener als bei dem herkömmlichen Stripping, da gewebeschonend operiert wird. Verletzungen von Nerven, Lymphbahnen oder Gefäßen treten kaum auf. Wundheilungsstörungen, Nachblutungen oder Venenentzündungen können ebenfalls fast vollständig vermieden werden durch den raschen, unkomplizierten Eingriff.
Was passiert anschließend?
Durch die örtliche Betäubung bestehen keine Einschränkungen am Tag des Eingriffs. Mit dem Kompressionsstrumpf ist die Erholung im häuslichen Umfeld möglich. Eine Arbeitsunfähigkeit liegt nicht vor. Eine Kontrolluntersuchung dokumentiert nach 6 Wochen das Ergebnis. Dann können auch kleinere Äste ggf. noch verödet werden, falls kosmetisch erwünscht. Abschließend lässt sich sagen, dass die CHIVA-Methode schonend den Blutfluss korrigiert und die Abflusswege des Blutes Richtung Herz vollständig erhält. Ihr Wohlbefinden nach dem raschen Eingriff wird durch die örtliche Betäubung und Schonung des Gewebes gewährleistet.

Venen führen circa 5-7 l sauerstoffarmes Blut tgl. zum Herzen zurück. Damit dies gegen die Schwerkraft möglich ist, besitzen die Venen Klappen. Diese arbeiten wie Ventile, so dass das Blut nur Richtung Herz fließt. Bei einer nicht intakten Klappenfunktion spricht man von der Varikose. Des weiteren unterstützt die Wademuskelpumpe die Blutzirkulation, die Vene wird zusammengedrückt und das Blut strömt herzwärts. Bei ungenügender Bewegung durch stehende oder sitzende Tätigkeiten oder mangelnder Klappenfunktion, staut sich somit Blut im Bein, bzw. dem Unterschenkel. Häufig liegt ein anlagebedingtes Krampfaderleiden vor. Venenerkrankungen werden aber durch bestimmte Hormone, Übergewicht, zunehmende Bindegewebsschwäche im Alter, Alkohol- und Nikotinkonsum gefördert. Auch eine familiäre Häufung ist gegeben.
Achten Sie auf Frühsymptome eines gestörten Blutrückflusses zum Herzen, wie Spannungs- und Schweregefühl, sowie Müdigkeit der Beine, abendlich zunehmende Knöchelschwellungen und nächtliche Wadenkrämpfe. Weiterhin weisen eine verstärkte Venenfüllung und Venenzeichnung, Juckreiz und Schmerzen in den Unterschenkeln auf die Varikose hin. Hautveränderungen, sogenannte Ekzeme oder bräunliche Verfärbungen können durch die Varikose bedingt sein. Komplikationen sind die Venenentzündung (Phlebitis), der Venenverschluss durch ein Blutgerinnsel (Thrombose) und die schlecht heilende Wunde („offenes Bein“ oder Ulcus).
Sie können sich selbst "venenfreundlich" verhalten, indem Sie auf ausreichende Bewegung und Gymnastik auch im Berufsleben achten und längere sitzende oder stehende Tätigkeiten (fehlende Wadenmuskelpumpe) möglichst vermeiden. Hilfreich sind flaches Schuhwerk und das Hochlegen der Beine, sowie Wadenbrausen, Wechselbäder und kalte Güsse im Sommer. Da sich das Blut im Bein bei stärkerer Hitze wie in der Sauna, bei Vollbädern oder am Strand vermehrt staut, erscheint eine ausreichende Trinkmenge von 2,5-3 l Flüssigkeit täglich wichtig. Achten Sie ebenfalls auf eine gute Haut- und Fußpflege und lassen Sie Verletzungen und Entzündungen auch im Nagelbereich medizinisch versorgen. Bei einer familiären Belastung durch Venenleiden und in der Schwangerschaft empfiehlt sich die ärztliche Kontrolle bei den geschilderten Symptomen und Beschwerden, um späteren Problemen vorzubeugen.
Durch eine professionelle Diagnostik Ihres Venensystems, intensive Beratung und adäquate Therapie wird Ihnen ärztlicherseits Hilfe angeboten. Es besteht die Möglichkeit einer speziellen Diätberatung und der Kompressionstherapie mit Verbänden und maßangefertigten Strümpfen unterschiedlicher Stärke. Die medikamentöse Therapie umfasst Tabletten zur Stärkung der Venenwand, kühlende Gele und entzündungshemmende Salben, sowie ursächliche Wundbehandlungen. Des weiteren unterstützen physikalische Maßnahmen wie Wechselduschen, Kühlung, Hochlagerung die Entstauungstherapie. Lymphdrainage und maschinelle Kompressionsbehandlung helfen bei der Beseitigung der zusätzlichen Gewebeflüssigkeit durch eine Varikose oder einen Lymphstau (Lymphödem).
Reicht dies nicht aus, so stehen die Verödung (Sklerosierung) feiner, oberflächlicher Besenreiservenen mit flüssigen oder schaumartigen Verödungsmedikamenten, elektrischen Reizen und ggf. die Laserbehandlung zur Verfügung. Anschließend ist eine Kompressionstherapie für circa 1 Woche erforderlich.
Eine operative Sanierung der kleinen Seitenast- und größeren Stammvenen ist beim Vollbild der Varikose indiziert. Hierbei ist heutzutage kein Klinikaufenthalt mehr nötig, steht Ihnen jedoch auf Wunsch selbstverständlich zur Auswahl. Sie erhalten rasche, flexible Operationstermine und werden fachärztlich intensiv betreut durch die Mitarbeiter der Abteilungen der Anästhesie und Chirurgie. Auf Grund minichirurgischer Operationsmethoden mittels kleinster Sonden und Häkchen, sowie wenig belastender Narkoseverfahren, steht Ihnen anschließend bei Wohlbefinden der Tag zu Hause mit einer Begleitperson Ihrer Wahl (Familie, Freunde) zur freien Verfügung. Sie leiden nur unter geringen Schmerzen, wenig Blutergüssen und Schwellungen bei kaum sichtbaren Narben und erholen sich in gewohnter häuslicher Umgebung. Die gebotene Nachsorge findet in der fachärztlichen Praxis oder auf Wunsch durch Ihren Hausarzt statt. Somit bleibt der Wunsch nach schönen und gesunden Beinen keine Utopie, sondern ist durch Zusammenarbeit erfüllbar.

Frauen leiden häufiger als Männer unter Besenreiser. Diese scheinen rötlich oder bläulich auf der Haut und werden durch Schwangerschaft, Alter, Übergewicht, Bürstenmassagen und intensive Sonnenbestrahlung oder Wärme wie in Solarien oder Badewannen gefördert.
Das ästhetisch-kosmetische Problem kann mittels Verödung durch Medikamente, mit elektrischen Reizen per Koagulation und Laser erfolgversprechend behandelt werden. Größere Krampfadern, welche den Rückfluss des Blutes zum Herzen behindern, müssen operativ entfernt werden oder sie erfordern z. T. eine lebenslange Kompressionsbehandlung.
Bei der Sklerosierung (Verödung und Schaumverödung) wird durch eine sehr feine Nadel schmerzfrei Aethoxysklerol in niedriger Konzentration, ggf. bei der Schaumverödung mit Luft gemischt, in die Venen gespritzt, welches zu einer Wandverdickung und damit zum Venen-verschluss führt. Der Körper baut die verklebten Venen in den folgenden Wochen ab, ohne dass Narben zurückbleiben. Anschließend wird das Umhergehen für 20-30 min empfohlen und eine Woche ein leichter Kompressionsstrumpf getragen oder das Bein gewickelt. Risiken bestehen selten in allergischen Reaktionen, bräunlichen Streifen, Venenentzündungen und ggf. Narben bei fehlerhafter Applikation.
Einschränkungen für sportliche Betätigungen existieren nicht, es besteht keine Arbeitsunfähigkeit, nur Wärme und direkte Sonnenbestrahlungen sollten für ca. 2 Wochen gemieden werden. Durch eine professionelle Diagnostik Ihres Venensystems, intensive Beratung und adäquate Therapie wird Ihnen Hilfe beim Wunsch nach gesunden, schönen Beinen geboten.

Wird eine tiefe Beinvenenthrombose nachgewiesen, bedeutet dies den Verschluss einer oder mehrerer Venen durch ein Blutgerinnsel. Venen leiten das Blut zurück zum Herzen. Jetzt staut sich das Blut im Bein und es besteht die Gefahr, dass das Gerinnsel wächst oder in die Lunge geschwemmt wird. Diese so genannte Lungenembolie kann lebensbedrohlich sein. Daher ist eine konsequente Therapie erforderlich und das sofortige Aufsuchen eines Arztes bei Problemen mit der Atmung oder einem übermäßig schnellem Herzschlag.
Die meisten Thrombosen können ambulant behandelt werden. Die Behandlung besteht in der Gabe von Heparin-Spritzen zur Auflösung des Gerinnsels, dann überlappend der Gabe von Marcumar-, bzw. Coumadin-Tabletten zur langfristigen Verdünnung des Blutes. Eine Operation zur Entfernung des Thrombus oder stationäre Lyse-Therapie ist nur im Ausnahmefall erforderlich. Wichtig ist weiterhin die Kompressionsbehandlung mittels Verband und nach Abschwellung des Beines das Tragen von Kompressionsstrümpfen der Klasse II-III. Bettruhe ist nicht erwünscht, Bewegung dagegen fördert das Abschwellen des Beines. Auch Spatziergänge sind erlaubt.
Die konsequente ambulante Behandlung der Beinvenenthrombose ist nach neusten wissenschaftlichen Studien genauso sicher und zeigt die gleichen guten Ergebnisse, wie die stationäre Therapie.
Es erfolgen regelmäßige Blut- und Ultraschallkontrollen in Zusammenarbeit mit dem Hausarzt.